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Диапазон / Diapason. Антология-билингва современной русской и немецкой поэзии



Born to Kill

Mädchen mit Bomben anstatt abgetriebenen Kids.
Jungs mit Gespinsten von Führermythen im Kopf.
Und Terroristen, die Hände am Zünder von höllischen Tracks,
und Anarchisten, erstarrt in den Schwaden von Hasch.

Schwarzhemden – böse, gefährlich und jung.
Sonnenbebrillt sind die Zwillinge des Menschenlamms.
Todesremix, Tschekisten aus einem Traum der SS
machen mit Hakenkreuz-Ixen alles dem Erdboden gleich.

Tough ist heute die Hure neben dem Schlappschwanz im Bett.
Zärtlich streicht sie mit dem Messer über den schwitzigen Rücken,
dann sticht sie zu und klaut das zerknitterte Geld –
nie wieder wird's von den Fahndern der Kripo entdeckt.

Mickey und Mellory, natural–born lovers, sind
stadtbekannt, Hände im Blut, unterwegs,
zielsicher schießen sie hektische Hausfrauen ab,
und sie genießen die Grazie des Handgewehrs.

Hammer und Sichel werden auf Schädel geschlagen.
Nachts kommt der Serbe und führt den Albaner ab.
Schief hängt die Sichel des glasklaren, mordlüsternen Mondes.
Die Welt ist soweit, endlich gibt's Krieg.

Intelligente Bomben gehen als Nachtfalter hoch.
Im ewigen Feuer schmilzt dann der Zinnsoldat hin.
Blöde Huren zieht es in die freiwillige Haft,
die Heimat kniet hin und kommt nie wieder hoch.

Nie wird die Angst mehr scharlachrot brennen.
Tote Menschen fahren mit den Nachtzügen fort.
Der Rote Henker breitet das Höllenherbarium aus.
Stöhnt nur, ihr Unglücksgeschöpfe, wein nur, mein Lieschen, wein!

So jagt die Sucht durch die kosmische Pornosite
und trifft metaphysische Höllen dort.
Sinnesverloren schlagen sich die Soldaten des Astralkrieges
mit dem Hakenkreuz des Schreis in den Rachen der Stille rein.

Kreischt der Rachen des Colts, lullt dich umstandslos ein.
Die Erschießung erfreut absolut den Verstand.
Nur ein neuer Krieg kommt anstelle des Kriegs.
Hier ist das Todesland. Doch ich kenne sonst keins.

Und am Sterben vorbei, nach wie vor unterwegs,
sind die Mädchen mit Bomben anstatt abgetriebenen Kids.
Hitlertypen führen Tiger an Leinen spazieren.
Jungs in Schwarz täuschen sich gern in den Chefs.

Später legen die Mädchen die Jungs auch noch rein:
mit dem langsamen Herzen, der Scham, nachgezeichnetem Mund,
diesem ungeheuren Schoß – wie der Sarg eines Buckligen – Schreck,
eine bunte Bombe, ein Osterei, etwas verwegen sogar.

Und die Mädchen mit Bomben treiben die Welt gründlich ab.
Der Airporno traumatisiert den Airport.
Mädchen mit Bomben passieren schnell den Check-in.
Mädchen mit Bomben trinken den Duty-free-Alkohol.

Vor den Kopf gestoßen, löst sich die Haut vom Gesicht,
durch die Finger schreit ein vom Hirn abgetrennter Gott.
Es tröpfelt der Whisky, rinnt der mörderische Schweiß.
Die Terroristinnen sprengen das schäbige Flugzeug ins All.

Pause. Der Farbfilm ist erst mal vorbei.
Eine Tote schaut noch lange zum Fester hinaus.
Ihr starrer Blick fällt in den Spiegel des Todes hinein.
Tote Kinder, wie Wolken, schweben da draußen vorbei.

Zoja, die Partisanin, die teuflische Fanni Kaplan,
oh, Jeanne Dark, inquisitorischen Fallen entwischt,
Lolitas Kugel, das Minenfeld der Manon,
wie viele Tote tummeln sich in eurem sympathischen All?

Euer ist das Drehbuch, die Folter, das Poltern der Feste.
Lebenslang Lager auf Mord, doch die Tatpose stimmt.
Niemals erkennt man den Sinn von eurer Mission.
Der Tod, eine Ausländerin, spricht kein verständliches Wort.

Die Schlampe, die Diva, sie stöckelt hier nicht mehr herum.
Der Tod, eine Ausländerin, spricht kein verständliches Wort.
Ein Anfall ihrer Rachsucht, ihr Terror – eine Laune.
Die Bombe unterm Rock, Hitlers Überraschungsgruß.

Das Ziel der Revolutionen wird flächendeckend erfüllt.
Es lacht der Revolver. Für doofe Tote – ein Lutschbonbon.
Die Leute erwachen, der Rachen der Straße gähnt.
Die heiße Party, die Sucht, hört nie mehr auf.

Schlaft nur, bald kräht der Hahn, eine Kernreaktion,
die Eier der Atomhennen zerreißen das Dunkel.
Das Hühnchen des Todes. Die Fetzen der Sonne. Der Schein.
Ein totes Kind komplettiert das entstandene Bild..

Schlaft, Völker, schlaft den besoffenen Schlaf des Verrats.
Das immer geahnte Desaster bricht in die Wirklichkeit ein.
Krabbenfaul kriecht die Furcht aus dem schmerzenden Schoß.
Die Mädchen tragen die Bomben in ihrem Bauch aus.

Девушки с бомбами

Девушки с бомбами вместо абортных детей.
Мальчики, вьющие смыслы из мифов вождей.
И террористы, взрыватели адских машин.
И анархисты, застывшие в тле анаши.

В черных рубашках опасные злые юнцы.
В черных очках двойники Человека-Овцы.
Смерти ремиксы, чекисты эсэсовских снов
Иксами свастик сравняют основы основ.

Наглые бляди в постели невнятных мужчин
Ножиком гладят вспотевшее мясо их спин.
И протыкают. И мятые деньги крадут.
И полицейские их никогда не найдут.

Микки и Мелори от прирожденной любви
(Бродят по городу), руки которых в крови
И кропотливо стреляют встревоженных сук,
И постигают насилье винтовками рук.

Серп или молот по черепу будут стучать.
Сербы албанцев уходят в ночи убивать.
Серп покосился прозрачной и злобной луны.
Мир допросился какой-никакой, но войны.

Умные бомбы, как бабочки смерти, взлетят.
В вечном огне догорит оловянный солдат.
Глупые бляди сдадутся в пленительный плен.
Родина сядет и больше не встанет с колен.

Больше не будет гореть скарлатинами страх.
Мертвые люди уедут в ночных поездах.
Адский гербарий Красный разложит Палач.
Стоньте же, твари несчастные, Танечка, плачь!

Страсти Гагарин в космический мчит порносайт.
И постигается метафизический ад.
Мучая смыслы, солдаты Астральной Войны
свастикой визга вбиваются в пасть тишины.

Кольта оскал вопиющ и ласкающе прост.
Только расстрел абсолютен и радует мозг.
Только другая Война заменяет войну.
Смерти страна. Я другую не знаю страну.

Только гуляют по-прежнему мимо смертей
Девушки с бомбами вместо абортных детей.
Гитлеры с тиграми на именных поводках.
Мальчики в черном спешат обмануться в вождях.

Девочки мальчиков тоже обманут потом
Сердцем ленивым, лобком и накрашенным ртом,
Страшной утробой, тревожной, как гроб колобка,
Крашеной бомбой пасхальной, нахальной слегка.

Девушки с бомбами сделают миру аборт.
Аэро-порно травмирует аэропорт.
Девушки с бомбами быстро проходят контроль.
Девушки с бомбами пьют дорогой алкоголь.

Скальпом повиснет лица ошарашенный лоб.
Пальцами взвизгнет от мозга оторванный бог.
Капает виски, стекает убийственный пот.
И террористки взрывают смешной самолет.

Пауза виснет. Гаснет цветное кино.
Мертвой туристке долго глядеть за окно,
В зеркало смерти падать остывшим зрачком.
Мертвые дети, как тучи плывут за бортом.

Зоя фашистская, адская Фанни Каплан,
Жанна Дыры, ускользнувшая в ведьмин капкан.
Пули Лолита и минного поля Манон,
Сколько убитых в космосе милом твоем?

Ты сценаристка, садистка, крестьянка торжеств.
Каторжен приступ убийства, но выдержан жест.
Миссии смыслы вряд ли узнают потом.
Смерть, как туристка, чужим говорит языком.

Сучка-актриска уже не стучит каблучком.
Смерть, как туристка, чужим говорит языком.
Месть ее приступ, ее терроризм как каприз.
Бомба под платьем дьявольский Гитлер-сюрприз.

Всех революций тотальная сбудется цель.
Смех револьвера. Дурных мертвецов карамель.
Люди проснутся, и улиц разинется пасть,
Будет тянуться дикого праздника страсть.

Спите, покуда атомный клюнет петух.
Атомных куриц яйца взорвут темноту.
Смерти цыпленок. Рваного солнца муляж.
Мертвый ребенок, он дополняет пейзаж.

Спите, народы, пьяным предательским сном.
Смутной угрозы яви будут потом.
Мучит утробы крабовый медленный страх.
Девушки бомбы в круглых несут животах.

Ein Mann, erhängt

1

Es brodelt im Sommer im Körper,
der Rauch verbreitet sich weit.
Als wetzte man Messer schärfer,
es tönt in den Ohren, es schreit.

Es muß etwas kommen. Der Wahn
wohnt jetzt in jedem Eck.
„Laß das! Wer kann dir was an?“
„Er sucht mich in jedem Versteck!

Zwischen Himmel und Erde
kommt etwas, Mutter, gleich.
Man kam schon das Netz auswerfen,
ich war nicht in jenem Reich.“

„Egal, was dir nicht vertraut“,
die Alte schreit: „Mach mal Halt!“
Solange der Schnee noch taut,
wird man grundsätzlich alt.

Die Fallen der Lügen. Die Lücken.
Taten sind undenkbar.
Die Bäume im Wald sind am Zucken.
Angst und Ende sind wahr.

Die Kerze flackert, die Decke,
der Staub auf den Dielen pulsiert,
der Hund zittert ums Verrecken,
die Ratte, als ob sie friert.

„Ich bin davon abgeschnitten,
was kommt, wenn der Tag anbricht.
Mir schnürt was die Kehle, bitte,
umarme mich, Mutter, nicht!

Nein, nein, es kommt immer dichter,
Hörst du, es dröhnt so grell!
Mutter, ich seh' die Gesichter
alle von innen her.

Man wagt keinen Schritt hinaus,
nur Schlamm überall und Fäule.
Hörst du, da klopft man ans Haus,
die kommen, um mich zu holen.“

2

Blaß ist er, schlank,
ebenmäßig, rank,
wie die Luft so ausdrucksleer.
Städte – frei und frank,
Richter – todeskrank,
der Kaffee verschüttet par terre.

Nachts böse Träume
von Großstadträumen.
Am Morgen im Küchenreich
kniete die Alte
am Herd und lallte
„Möge die Erde dir leicht...“

Er ohne Sorgen
liedlos, geborgen,
bar jeder Fülle und Hast.
Hört niemand sagen
wie sie sich plagen,
das Wort wird ihm nie mehr zur Last.

3

„Mutter, ich seh' die Gesichter
alle von innen her.
In deren Augentrichtern
ist alles zweifach und mehr.

Die Kerze verflackert, die Decke,
der Staub auf dem Flur hat pulsiert,
der Hund hat gezittert im Schrecken,
die Ratte, als ob sie friert.

Man sieht zum Fenster hinaus,
und der Wald erinnert an was.
Da klopft doch einer ans Haus,
ich kenn das Geräusch, ich weiß.“

4

Die Zeit zieht sich allzu lange,
vielleicht ist sie schon fort?
Was kommt, wird dich belangen
überall und sofort.

Alles wird schlimm und entsetzlich,
oder es war immer so
Ruß klebt sich an die Hecken
das Wasser war schwarz immer schon.

In einer dunklen Kate
Uhren ohne Ton,
es hatte eine Alte
einmal einen Sohn.

Der Frühling kam. Und später
der Sommer, dann sein Aus,
der Winter. So viel er gern hätte,
hat es geschneit, im voraus.

Человек повешенный

1

Летом вскипало тело.
Гарь расползалась вширь.
Странно в ушах звенело,
будто точат ножи.

Что-то случится. Ужас
В каждом углу обитал.
«Хватит, кому ты нужен?»
«Тому, кто меня искал.

Между землей и небом
Что-то случится, мам.
Кто-то закинул невод.
Я еще не был там».

– «Мало ли, где ты не был!» –
Старуха кричит: «не спеши!»
Оттепель, столько снега,
сколько осталось жить.

Сложности лжи. Лужи.
Действия не совершить.
Стало страшней и хуже.
Лес за окном дрожит.

Свечка дрожит и скатерть.
Пыль дрожит на полу.
В будке дрожит собака.
Крыса дрожит в углу.

– «Я осознать не смею
утро другого дня.
Что-то мне давит шею.
Не обнимай меня.

Некуда, мама, скрыться.
Мама, все громче звон.
Мама, я вижу лица
С обратных своих сторон.

Словно вокруг болото –
страшно ступить ногой.
Слышишь, стучат в ворота,
это пришли за мной».

2

Он бледен и строен,
Он равносторонен,
Как воздух почти безлик.
Город застроен.
Судья похоронен.
Кофе на пол пролит.

Ночью приснится
Злая столица.
А утром, платье зашив,
Будет старуха
На кухне молиться
За упокой души.

А он беспечен.
А он без песен
А он обесточен и пуст.
И чьи-то речи
Ему на плечи
Не лягут, как мертвый груз.

3

«Мама, я вижу лица
с обратных своих сторон.
В дырах их глаз двоится.
Каждый был повторен.

Свечка дрожала, скатерть,
пыль тряслась на полу,
в будке тряслась собака,
крыса тряслась в углу.

Напоминает что-то
лес за любым окном.
Кто-то стучит в ворота.
Стук этот мне знаком».

4

Медленно время длится,
или оно прошло.
Все что будет, случится
не вовремя и назло.

Стало страшней и хуже.
Впрочем, так было всегда.
Гарь оседала в лужи.
Черной была вода.

В доме темно и сухо.
Сломаны в нем часы.
Был у какой-то старухи
Когда-то какой-то сын.

Случилась весна. За нею
лето, его предел,
зима. И выпало снега
сколько он захотел.

übersetzt von Barbara Lehmann und Aleksej Khairetdinov
© DuMont Literatur und Kunst Verlag, Köln, 2002

http://mexalib.com/view/539999

Tags: АрхивЪ, в переводе
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